Spuren sichtbar machen: Gedenkfeier anlässlich der Deportation der letzten Hemsbacher Juden am 22. Oktober

Seit dem Jahr 1980 erinnern die Hemsbacherinnen und Hemsbacher ihrer deportierten und ermordeten Juden an diesem geschichtsträchtigen Tag, dem 22. Oktober. Es ist ein besonderes Merkmal des jährlichen Gedenkens, dass Schülerinnen und Schüler verschiedener Hemsbacher Schulen dabei aktiv mitwirken. In diesem Jahr, am 86. Jahrestag der Deportation, wird die Friedrich-Schiller-Gemeinschaftsschule die Gedenkfeier mitgestalten und lädt gemeinsam mit dem Förderverein Ehemalige Synagoge e. V. und der Stadt Hemsbach am Donnerstag, 22. Oktober, um 18 Uhr herzlich in die Ehemalige Synagoge ein.
Die diesjährige Gedenkveranstaltung widmet sich unter dem Motto „Fußspuren“ der Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Hemsbach. Die Gestaltung des zentralen Beitrags übernimmt diesmal die Klasse 10b der Schillerschule, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Spuren dieser Menschen sichtbar zu machen und ihre Namen und Lebensgeschichten in Erinnerung zu bewahren.
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit einem Grußwort von Bürgermeister Jürgen Kirchner. Im Anschluss folgt der rundum gestaltete Beitrag der Schülerinnen und Schüler, bei dem die Namen und Lebensdaten der Hemsbacherinnen und Hemsbacher jüdischen Glaubens auf eigens dafür angefertigten Fußspuren präsentiert werden. Eine stille Bewegung durch den Raum begleitet das Verlesen der Namen, während brennende Kerzen als zentrales Element des Gedenkens die Fußspuren begleiten.
Nach einem Moment der Stille und einem kurzen Schlusswort bildet ein anschließendes Zeitzeugengespräch mit Kurt Salomon Maier, der per Videokonferenz zugeschaltet wird, den bewegenden Ausklang der Gedenkfeier. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.