Bürgerentscheid: Hemsbach für Ja, Laudenbach für Nein

In Hemsbach stimmen 59,9 Prozent mit Ja, in Laudenbach 56,7
Prozent mit Nein / Neue Ausgangslage gemeinsam im Schulverband beraten
Weinheim/Hemsbach/Laudenbach. Beim Bürgerentscheid am Sonntag, 27. September 2026,
hat in Hemsbach eine Mehrheit mit Ja gestimmt und sich gegen die Schillerschulvariante
ausgesprochen, während in Laudenbach eine Mehrheit mit Nein gestimmt hat. Die
gesetzlichen Quoren wurden in beiden Kommunen erreicht, die Entscheidungen sind damit
bindend. Die Abstimmungsfrage lautete: „Sind Sie dafür, dass die Vertreter der Stadt
Hemsbach bzw. Gemeinde Laudenbach im Schulverband Nördliche Badische Bergstraße
angewiesen werden, gegen die Schillerschulvariante und damit für den Erhalt der Carl-Engler-
Realschule als eigenständige Schule zu stimmen?“
Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis entfielen in Hemsbach 59,9 Prozent der
Stimmen auf Ja (2022 Stimmen) und 40,1 Prozent auf Nein (1356 Stimmen). Insgesamt gaben
3400 Wahlberechtigte ihre Stimme ab (22 davon ungültig). Die Wahlbeteiligung lag bei 37
Prozent. In Laudenbach entschieden sich 56,7 % für Nein (1395 Stimmen), 43,3 Prozent für
Ja (1066 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag bei 47,4 Prozent. Die erforderlichen Quoren von
20 Prozent aller Stimmberechtigten wurde in beiden Kommunen erfüllt. Die Bürgerentscheide
haben damit die Wirkung eines Gemeinderatsbeschlusses und sind für die jeweiligen
Gremienmitglieder drei Jahre bindend. Die genauen Ergebnisse sind online zu finden:
Hemsbach:
https://wahlergebnisse.komm.one/22/produktion/8226031/0/20260927/buergerentscheid/index.html
Laudenbach:
https://wahlergebnisse.komm.one/22/produktion/8226040/0/20260927/buergerentscheid/index.html
„Die unterschiedlichen Ergebnisse machen den weiteren Weg für die Zukunft des
Schulstandorts nicht einfacher. Selbstverständlich respektieren wir die demokratischen
Entscheidungen in beiden Kommunen und akzeptieren die Ergebnisse. Die absehbare Patt-
Situation im Schulverband wird dazu führen, dass die Schillerschulvariante nicht weiter verfolgt
wird und die Carl-Engler-Realschule erhalten bleibt“, erklärten Oberbürgermeister Michael
Möslang (Weinheim) und die Bürgermeister Jürgen Kirchner (Hemsbach) und Benjamin Köpfle
(Laudenbach) am Wahlabend. Die Rathauschefs wollen sich nun über das Prozedere für das
weitere Abstimmungsverhalten besprechen, so dass der Bürgerwille respektiert wird – auch
wenn das bei den unterschiedlichen Ergebnissen nicht einfach sei.
„Unser gemeinsames Ziel bleibt ein zukunftsfähiger Schulstandort für die kommenden
Generationen auf unbelastetem Gelände“, betonten der Oberbürgermeister und die
Bürgermeister. Wie eine Lösung dafür aussehe, könne man zum aktuellen Zeitpunkt noch
nicht absehen. Mit den unterschiedlichen Entscheidungen tritt nicht automatisch eine andere
Bauvariante in Kraft, die Gremien müssen die Situation nun neu bewerten. Klar sei nur: An der interkommunalen Zusammenarbeit im Schulverband wollen die drei Rathauschefs festhalten.
„Wir stehen zu unserer gemeinsamen Verantwortung für den Schulstandort an der
Bergstraße“, betonten sie.