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Den heimischen Amphibien auf der Spur: Schüler und Schülerinnen der Schillerschule gestalten Geopunkt-Informationstafel

Die Bestände unserer heimischen Amphibien gehen zurück: 10 von 19 Arten sind inzwischen sogar vom Aussterben bedroht. Wie Amphibien leben und wie wir ihnen helfen können, zeigt die neue Informationstafel am Naturschutzgebiet Rohr- und Gänswiesen in Hemsbach, die am 22. November feierlich eingeweiht wurde. Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald hat die Tafel in Kooperation mit der Gemeinde Hemsbach und der Hemsbacher Friedrich-Schiller-Gemeinschaftsschule errichtet.

Vor noch ungefähr 2000 Jahren floss hier der Neckar, heute ist das Naturschutzgebiet Rohr- und Gänswiesen nördlich von Hemsbach ein Relikt des damaligen Flussverlaufs. Das Gebiet steht wegen des hohen Grundwasserspiegels vom Winter bis in den Sommer hinein unter Wasser, dies macht es zu einem idealen Laichgewässer für Amphibien. Jedes Jahr begeben sich die Tiere auf eine gefährliche Wanderschaft vom Vorgebirge in die Sumpflandschaft und müssen dabei Straßen wie die B3 überqueren. Um die Gefahren für die Tiere zu reduzieren, ist es ein besonderes Anliegen, die Naturschutzgebiete der Region sinnvoll zu vernetzen. Auch vor dem Hintergrund des Klimawandels spielen Auenwälder als Kohlendioxidspeicher eine wichtige Rolle.

Tobias Krischke, Lehrer an der Friedrich-Schiller-Gemeinschaftsschule, hat in der Klasse 5b innerhalb eines Projekts die Lebensweise und den Schutz heimischer Amphibienarten behandelt. Die Schüler und Schülerinnen haben Kammmolche, Feuersalamander und Grasfrösche studiert und erfahren, dass die Rohr- und Gänswiesen ein wichtiger Lebensraum für den vom Aussterben bedrohten Kammmolch sind. Tobias Krischke erklärt: „Die Schüler und Schülerinnen konnten bei diesem Projekt lebende Amphibien betrachten, deren Lebensraum untersuchen und vielseitige Informationen über unsere heimischen Amphibienarten erarbeiten. Sie haben mit Begeisterung mitgemacht und ein Bewusstsein dafür entwickelt, wie wichtig der Erhalt von natürlichen Lebensräumen wie Feuchtgebieten für Amphibien im Besonderen und für die Artenvielfalt im Allgemeinen ist. Sie sind jetzt zu echten Botschaftern für den Amphibienschutz geworden."

Ihr Wissen haben die Schüler und Schülerinnen in Text und Bild für die neue Informationstafel zusammengetragen. Außerdem haben sie einen kurzen Film gedreht, den sie über die Plattform YouTube mit der Öffentlichkeit teilen. Jetzt können wir alle von ihrem Wissen profitieren und etwas zum Schutz von Amphibien im eigenen Garten beitragen, zum Beispiel durch das Anlegen von Wasserbecken, das Pflanzen von Büschen und das Aufstapeln von Holz und Stöcken. Daneben helfen Amphibienzäune und -tunnel, Geschwindigkeitsbeschränkungen während der Wanderschaft und vorsichtiges Fahren, die Populationen von Fröschen, Kröten, Molchen und Salamandern zu stärken, die in den letzten Jahren durch die Trockenheit besonders stark gelitten haben.

Dr. Jutta Weber, Geschäftsführerin des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald ergänzt: „Naturnahe Bildung ist für uns im Geo-Naturpark ein ganz wichtiges Element, um für die nachhaltige Entwicklung unserer Region zu sensibilisieren. Wir setzen hier auf konkrete Aktivitäten vor Ort, um über Erfahren, Entdecken und Erleben die Freude am Erhalt unserer vielfältigen Natur- und Kulturlandschaft zu wecken.“

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