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  • BUND Hemsbach-Laudenbach

Vom Trafoturm zum Fledermausquartier: Stadtwerke Weinheim kooperieren mit BUND

Nachdem in Laudenbach Erdkabel verlegt wurden, hatte der Trafoturm der Stadtwerke Weinheim GmbH (SWW) am Laudenbacher Detschbrunnenweg keine Funktion mehr. Beim BUND Hemsbach/Laudenbach kam die Idee auf, dass dieser Turm ideal als Fledermausquartier wäre.

Zahlreiche Fledermausarten sind für das europäische FFH-Gebiet „Weschnitz, Bergstraße und Odenwald bei Weinheim“ und für Laudenbach bekannt. Der Bergstraßenhang ist insbesondere in den Abendstunden für die Tiere wichtig zur Orientierung und als mögliches Quartier. Oft unbeobachtet suchen sie zahlreiche Orte als Sommer- oder auch Winterquartier auf. Der Trafoturm könnte, nach Ansicht der Naturschützer, hierbei ein wichtiger Stützpunkt der Fledermauspopulation werden.

Für ziehende Fledermausarten dienen die Hänge an der Bergstraße als Orientierung, wenn sie in ihre weit entfern liegende Winterquartiere unterwegs sind. Ein Zwischenstopp könnten hier zum Beispiel die Großen Abendsegler einlegen: Während des Zugs suchen die Männchen Paarungsquartiere auf, von wo aus sie mit ihren Gesängen die vorbeifliegenden Weibchen anlocken wollen. Andere Arten, wie die Zwergfledermaus können im Inneren des Turms in den zahlreichen Spalten überwintern. Aber der neue Fledermausturm kann auch als Tagesversteck im Sommer dienen.

Die Stadtwerke Weinheim, im September 2019 hierauf angesprochen, standen dem Projekt „Fledermausturm Detschbrunnenweg“ positiv gegenüber. Bei mehreren Treffen am Turm wurden die notwendigen Umbauten und die Vertragsbedingungen mit dem SWW-Abteilungsleiter VGP Otto Bräunlein besprochen. Im März 2021 wurde ein Pachtvertrag zwischen SWW und BUND für das Gebäude abgeschlossen und erfolgte die Übergabe.

BUND-Projektleiter Joachim Kerzmann kümmerte sich zusammen mit Claus und Markus Krakofczik um den Umbau. Nicht mehr erforderliche Einbauten wurden entfernt, Fledermauskästen und Hohlblocksteine innen und außen am Gebäude angebracht. Sechs als Sommer- bzw. Winterquartier geeignete große Fledermauskästen stellte der Landschaftserhaltungsverband des Rhein-Neckar-Kreises (LEV) zur Verfügung. Das obere Stockwerk wurde durch den Einbau von Klappen gegenüber dem Erdgeschoss abgedichtet. Dies soll die Entsorgung von Hinterlassenschaften der Fledermäuse erleichtern. Nicht zuletzt wurden die Fenster verdunkelt, damit die lichtscheuen Tiere sich im Quartier ungestört fühlen. BUND-Fledermaus-Expertin Edit Spielmann aus Wilhelmsfeld stellte ihre Erfahrungen zur Verfügung und machte Vorschläge für die Ausgestaltung.

Dank der kostenlosen Unterstützung des Laudenbacher Malermeisters Robert König konnte ein Gerüst aufgestellt und die verunstalteten Seiten des Turms geweißelt werden. Der BUND besorgte noch zwei Schilder, die auf die neue Nutzung des ehemaligen Trafoturms hinweisen. Akribisch reinigte Joachim Kerzmann noch den Zugang zu den Tafeln.

Nun warten alle Beteiligten, dass die Fledermäuse das Angebot erkennen und im Turm einziehen.

Foto: Übergabe des Trafoturms (von links: Dr. Eva Schüßler, Gerhard Röhner, Otto Bräunlein, Joachim Kerzmann)

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