Sieben Jahre Kirschessigfliege in Deutschland - Status quo

Sieben Jahre Kirschessigfliege in Deutschland - Status quo

14. August 2018 19:30

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BUND Hemsbach/Laudenbach

Vortrag & Filmvorführung

Dr. Astrid Eben
Julius Kühn - Institut (JKI), Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau, Dossenheim

Die Kirschessigfliege, Drosophila suzukii Matsumura, wurde 2011 erstmals in Süddeutschland gefunden und hat sich seitdem in ganz Deutschland ausgebreitet und etabliert. Die Anzahl der Generationen pro Jahr und die Vielzahl von nutzbaren Wirtspflanzen haben wesentlich zur schnellen Verbreitung dieser invasiven Art beigetragen. Sie stammt aus SO-Asien und hat hier eine ökologische Nische gefunden, die vorher nicht besetzt war: die Weibchen legen ihre Eier in gesunde, reifende und reife, weichschalige Früchte. Das feucht-milde Klima am Oberrhein bietet ideale Bedingungen, wobei das jährliche Populationswachstum und damit der Befall von kommerziellem Obst in jedem Jahr aufs Neue vom vorherrschenden regionalen Klima beeinflusst sind.

Am JKI wird das Auftreten der Kirschessigfliege durch Monitoringfallen seit 2012 ganzjährig überwacht. Seit diesem Zeitpunkt wird auch zu vielen verschiedenen Fragestellungen aus Biologie und Ökologie von D. suzukii geforscht. Der Stand dieser Forschung ist nach fast sieben Jahren so weit, dass die erworbenen neuen Erkenntnisse viele Aussagen zulassen - und neue Fragen aufwerfen.

Es bleibt spannend!

Dieser Vortrag berichtet darüber und veranschaulicht abschließend mit einem faszinierenden Kurzfilm die Biologie der Kirschessigfliege.

Foto: ©H. Vogt, JKI



Kosten: Gratis
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