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1225 Jahre Ersterwähnung im Lorscher Codex: Hemsbachs Jubiläumsprogramm reduziert

Geschrieben von Heike Pressler am . Veröffentlicht in Aktuelles

Die Stadt Hemsbach feiert in diesem Jahr das 1225-jährige Jubiläum ihrer urkundlichen Ersterwähnung im Lorscher Codex – oder besser: würde gerne feiern. Die grassierende Corona-Pandemie macht aber auch diesem Vorhaben einen dicken Strich durch die Rechnung. „Wir hatten einiges in Planung, doch leider können wir nur einen Teil davon umsetzen“, bedauert Bürgermeister Jürgen Kirchner, verspricht jedoch: „Wir konzentrieren uns jetzt auf das, was möglich ist.“

Im August des Jahres 795 taucht der Name „Hemmingisbach“ erstmals im Lorscher Codex auf, und zwar in einer Aufzählung der in der Mark Heppenheim gelegenen Orte, zu denen Hemsbach gehörte. Hintergrund dieses Dokuments war eine Gerichtsverhandlung auf dem heutigen Kapellenhügel bei Weschnitz, in der es um Grenzstreitigkeiten zwischen Lorsch und dem Bistum Worms ging.

„ZusammenWachsen“

Dass die erste urkundliche Erwähnung Hemsbachs ausgerechnet im Zusammenhang mit einem Zwist steht, muss natürlich nichts heißen, zumal die Siedlung direkt ja nicht direkt betroffen war. Aber es hat schon das „gewisse Etwas“, dass das 1225-jährige Jubiläum in die für den 3. Oktober – dem Tag der Deutschen Einheit – geplante Veranstaltung „ZusammenWachsen“ einfließen soll, die für eine gute Kultur des Miteinanders werben will.

Ob dieser Termin nun – Stichwort Corona – einzuhalten ist, wird sich zeigen. „Wie in fast allen Bereichen fahren wir auch hier auf Sicht. Wir müssen einfach abwarten, wie sich die Situation entwickelt“, erklärt der Rathauschef.

Wareham-Kreisel

In jeden Fall umgesetzt wird die „jubiläumsgerechte“ Umgestaltung des Wareham-Kreisels. Wie ISEK-Koordinatorin Lara Scharei bestätigt, ist diese auch schon für alle sichtbar in Arbeit. Das Mauerwerk ist beseitigt, die freie Fläche mit Erde aufgefüllt, Pflanzgranulat aufgebracht –und das optische Highlight, nämlich das Stadtwappen, eingefügt. Die etwa 1,50 mal 1,50 Meter große Stahlschablone ist farbgetreu mit buntem Splitt befüllt. Darunter kommt noch, in Stein gemeißelt, die Jahreszahl der Ersterwähnung Hembachs: 795.

Tafeln für historische Gebäude

Von A wie „Altes Rathaus“ bis Z wie „Zehntscheuer“: Bereits angefertigt sind insgesamt sieben Plexiglas-Tafeln für verschiedene historische Gebäude der Stadt, die mit interessanten Informationen zu den betreffenden Gebäuden aufwarten. Allein, sie warten darauf, installiert zu werden. „Auch hier gilt: Sobald es die Corona-Verordnung zulässt, nehmen wir das in Angriff“, verspricht Raoul Dathan vom Fachbereich Planung und Technik.

Banner

Ebenfalls in Arbeit ist ein Banner, das über die Beethovenstraße gespannt werden und auf das Jubiläum hinweisen soll. Um die Gestaltung kümmert sich Rathausmitarbeiter Andreas Spieß vom Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und Internet und macht schon einmal ein bisschen neugierig: „Es werden auf jeden Fall ein paar moderne Elemente einfließen, die zukünftig auch unsere anderen Medien prägen.“

Ausstellung auf Eis

Komplett auf Eis liegen dagegen die Gespräche über eine Sonderausstellung zum Thema 1225 Jahre Ersterwähnung Hemsbachs in der Ehemaligen Synagoge. Wesentlich beteiligt sind hier Rainer J. Roth, der sich unter anderem ehrenamtlich um die „Galerie im Schloss“ kümmert, und Altstadtrat Alfred Moos, Experte für Hemsbachs Geschichte.

Weitere Ideen zum Jubiläum sind erst einmal verworfen. „Wir können derzeit wegen der Corona-Krise keine weiteren Veranstaltungen ins Auge fassen. Im Falle einer Absage würden wir womöglich Erwartungen enttäuschen“, begründet Kirchner diese Entscheidung, die ihm persönlich auch sehr schwerfalle. „Es ist schon schlimm genug, dass aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen bis zum 31. August in diesem Jahr unsere Kerwe ausfallen muss.“

Auf eine Konkretisierung des Begriffs „Großveranstaltung“ wartet der Rathauschef aber noch. „Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass wir bald wieder ungefährdet zu unserem gewohnten Leben zurückkehren können. Das schließt das, was im Moment tabu ist, wofür Hemsbach aber ohne Zweifel steht, mit ein: schöne Feste und ungetrübte Feierlaune.“