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Ab Montag erweiterte Notbetreuung in KiTas und Schulen: Stadt Hemsbach rechnet mit erhöhtem Bedarf

Geschrieben von Heike Pressler am . Veröffentlicht in Aktuelles

Dafür muss man kein Prophet sein, und es wird nicht nur Hemsbach betreffen: Am Ende wird es wohl darauf hinauslaufen, dass die jeweiligen Kommunen in Abstimmung mit den Kindergartenträgern entscheiden müssen, welche Kinder ab nächster Woche in der erweiterten Notbetreuung unterkommen, denn es wird voraussichtlich mehr Bedarf geben als Plätze vorhanden sind. Zwar setzt die neue Corona-Verordnung klare Richtlinien für eine Vergabe, „doch mit der berechtigten Kritik der Eltern müssen wir uns vor Ort auseinandersetzen“, erklärt Tobias Schork, der im Hemsbacher Rathaus unter anderem für die Kindergärten zuständig ist.

Der Hintergrund: Ab Montag, den 27. April, soll laut der neuen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg die Notbetreuung in den Kindertagesstätten und Schulen ausgeweitet werden. Bisher galt eine Öffnung nur für Kinder von Eltern, die beide in so genannten systemrelevanten Berufen arbeiten. Ab der kommenden Woche haben darüber hinaus auch Kinder einen Anspruch auf Notbetreuung, bei denen beide Erziehungsberechtigte oder ein alleinerziehendes Elternteil einen außerhalb der Wohnung präsenzpflichtigen Arbeitsplatz haben und für ihren Arbeitgeber dort als unabkömmlich gelten. Die Eltern müssen eine Bescheinigung von ihrem Arbeitgeber vorlegen sowie bestätigen, dass eine familiäre oder anderweitige Betreuung nicht möglich ist.

Nicht nur die Stadt Hemsbach rechnet zwar nicht mit einem Ansturm, aber doch mit einem sehr hohen Bedarf, der aller Voraussicht nach Angebot an Plätzen überschreiten wird, denn: Die Gruppen dürfen nur halb so groß sein wie sonst üblich. Dies ist eine weitere verbindliche Maßgabe des Kultusministeriums. Heißt in Zahlen: Statt bisher 20 nun maximal 10 Kinder pro Gruppe in einem Raum. Die Betreuung selbst findet dezentral in den jeweiligen Einrichtungen statt, die jedoch allesamt vor dem Problem stehen könnten, dass die Anzahl der Räume nicht ausreicht oder auf Grund von Personalengpässen oder kleinen Räumen Gruppengrößen angepasst werden müssen.

Laut Tobias Schork könnten in Hemsbach rund 170 Plätze belegt werden, das ist die Hälfte der sonst insgesamt 357 Kindergartenplätze. Hinzu kommen nochmals rund 35 Plätze für Kinder unter drei Jahren sowie die Plätze in der Kindertagespflege. Dennoch bleibt ein weiteres Problem: das des Betreuungspersonals. „Da einige Erzieherinnen, die wir nicht einsetzen können, weil sie zur Risikogruppe zu rechnen sind.“

Und wenn der bescheinigte Bedarf nun größer ist als es Plätze in Gruppen gibt? Dann greifen die Vorgaben der Corona-Verordnung: Die Kommunen müssen denjenigen Kindern Vorrang einräumen, bei denen ein Elternteil in der kritischen Infrastruktur arbeitet und unabkömmlich ist oder deren Kindeswohl gefährdet ist sowie Kindern, die im Haushalt eines alleinerziehenden Elternteils leben. Schork: „Hier Prioritäten setzen zu müssen, ist eine mehr als undankbar Aufgabe. Dennoch bitten wir die Eltern um Verständnis, dass Entscheidungen getroffen werden müssen, die für manche zum Nachteil gereichen. Wir sind hier als Kommune wirklich in der Zwickmühle.“

Informationen zur neuen Regelung, das Formular zur Arbeitgeberbescheinigung sowie die Anmeldebögen zur Notbetreuung finden Sie hier zum Download:

Wer mehr Informationen möchte, kann sich gerne per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden. Dort werden alle offenen Fragen, die bis am Samstag, den 25. April, um 15 Uhr eingehen, beantwortet, so Schork.