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Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“: Stadt Hemsbach erhält Förderung

Geschrieben von Heike Pressler am . Veröffentlicht in Aktuelles

Die Stadt Hemsbach wird im Rahmen des neuen Bundesprogramms „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Dies gaben jetzt Bürgermeister Jürgen Kirchner und die Leiterin der Kindertageseinrichtung Regenbogenland, Manuela Stenvers, bekannt.

Über das Programm

Erzieherinnen und Erzieher sind für eine qualitativ hochwertige Bildung, Betreuung und Erziehung unentbehrlich. 97 Prozent der Bevölkerung finden es für die Zukunft Deutschlands wichtig, dass es ausreichend Fachkräfte in diesem Beruf gibt, wie eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2018 zeigt.

Gute Betreuung ist aber nur möglich, wo es motivierte und gut qualifizierte pädagogische Fachkräfte in ausreichender Zahl gibt. Berechnungen einer prognos-Studie zufolge fehlen jedoch bis zum Jahr 2015 bis zu 191.000 Erzieherinnen und Erzieher in der frühen Bildung. Die fehlende Vergütung in der Ausbildung und verbesserungswürdige Karriere- und Gehaltsperspektiven machen das Berufsfeld bisher nur wenig attraktiv – auch dies zeigen die Ergebnisse der Untersuchung.

Anspruch und Wirklichkeit klaffen also ein gutes Stück auseinander – und genau dort setzt das Förderprogramm an: Länder und Kommunen sollen dabei unterstützt werden, pädagogisches Personal zu gewinnen, im Beruf zu halten und ihre Kompetenzen zu stärken.

„Drei P’s“

Bis Ende März 2019 konnten sich interessierte Träger von Kindertageseinrichtungen für die Förderung in den folgenden drei Bereichen – den sogenannten „drei P’s“ – bewerben: mehr praxisintegrierte vergütete Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher, gute Praxisanleitung durch professionelle Begleitung der Fachschülerinnen und Fachschüler sowie neue Perspektiven mit dem Aufstiegsbonus für Profis. Ziel des Bundesprogrammes ist es, mehr Nachwuchs für eine Ausbildung zu erreichen, eine gute Ausbildungspraxis zu sichern sowie Aufstiegsmöglichkeiten und Weiterbildungen für vorhandenes Personal zu ermöglichen.

Der Bund stellt hierfür Mittel bereit: In einem ersten Schritt werden 2.500 vergütete praxisintegrierte Ausbildungsplätze ab dem Ausbildungsjahrgang 2019/2020 gefördert. Außerdem werden Know-how und zeitliche Ressourcen für die Praxisanleitung sowie berufliche Entwicklungsperspektiven für erfahrene Fachkräfte mit einem so genannten „Aufstiegsbonus“ unterstützt: höhere Qualifikationen und die Übernahme besonderer Aufgaben sollen sich besser bezahlt machen.

7.500 Bewerber

Unter den mehr als 7.500 Bewerbern für die begehrte Förderung war auch das „Regenbogenland“. Die kommunale Kindertageseinrichtung arbeitet ohnehin kontinuierlich daran, die Qualität ihrer pädagogischen Arbeit weiter zu verbessern, weiterzuentwickeln und dauerhaft zu sichern – insofern war eine Bewerbung keine Frage. Vor einigen Tagen kam nun der positive Bescheid: Das Regenbogenland bekommt die Förderung für seine Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung.

„Bund, Land und Kommunen müssen an einem Strang ziehen. Wir müssen alle gemeinsam dafür sorgen, die Situation in diesem Beruf zu verbessern, damit unsere Kinder gute Zukunftschancen haben. Insofern ist das Förderprogramm ein guter Ansatz“, freut sich Bürgermeister Jürgen Kirchner über die Unterstützung. Regenbogenland-Leiterin Manuela Stenvers ergänzt: „Mehr Qualität wird es nur dann geben, wenn es fähiges Personal vor Ort gibt. Unser Beruf wird zwar wertgeschätzt, aber das muss sich künftig auch konkret bemerkbar machen.“ Dafür will die Fachkräfteoffensive jetzt einen spürbaren Anstoß geben.