Nordseite des Wiesensee-Rundwegs: Hohes Alter und Trockenschäden - Weiden müssen weichen

Geschrieben von Heike Pressler am . Veröffentlicht in Aktuelles

Die heißen und trockenen Sommer der letzten beiden Jahre und die ausbleibende Winterfeuchtigkeit haben auch rund zwanzig Weiden an der Nordseite des Wiesensee-Rundwegs arg zugesetzt: Wegen schwerer Trockenschäden sind die Bäume nicht mehr standsicher und werden deshalb bis spätestens 29. Februar – also außerhalb der Vegetationszeit – von einer Fachfirma gefällt.

„Wir müssen hier einmal mehr unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen“, erklärt Rathausmitarbeiter Thomas Wetzel vom Fachbereich Planung und Technik. Dass zwei Bäume Anfang der Woche bereits durch Sturmböen umgelegt wurden, unterstreicht sowohl die Notwendigkeit als auch die Dringlichkeit der Fällungen, zumal der Wiesensee-Rundweg ein überaus beliebter Spazierweg ist. Hinzu kommt, dass die meisten der Weiden kurz nach der Wiesensee-Eröffnung vor gut fünfzig Jahren gepflanzt wurden und aufgrund ihres stattlichen Alters ohnehin nicht mehr die stabilsten sind.

Während der Baumfällarbeiten kann es zu kurzfristigen Sperrungen des Rundwegs kommen, die Stadtverwaltung bittet um Verständnis. Die zu fällenden Bäume sind rot markiert. Ersatzbepflanzungen sind zunächst einmal nicht vorgesehen; die Stadtverwaltung setzt hier auf die vorhandene Vegetation, die sich entsprechend entwickeln werde, so Wetzel.

Die Weiden am Wiesensee sind nicht die ersten Bäume, für die die letzten beiden Hitzesommer unschöne Konsequenzen haben. Bereits im Herbst letzten Jahres mussten rund dreißig Bäume im Stadtgebiet und auf dem Gelände der Schillerschule und des Bildungszentrums abgeholzt werden. Dem vorausgegangen war ein umfangreiches Baumgutachten, das rund 2.200 Bäume in Hemsbach in Augenschein genommen und auf Schäden untersucht hatte.