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Besuch aus Bray sur Seine in Hemsbach
Der Partnerschaftsverein Hemsbach empfängt französische Gäste

 

Die Braytois bringen ein Drittel Jugend mit.

Pünktlich kam der Bus aus Bray-sur-Seine in Hemsbach an. Wegen der Baustelle in der Hildastraße gab es eine kurze, ungewollte Orientierungsfahrt durch die Altstadt - dann aber erreichten die 72 Braytois das Rathaus. Bürgermeister Volker Pauli, das Vorstandsteam des Partnerschaftsvereins, Gastgeber und Freunde erwarteten die französischen Gäste bereits mit gekühlten Getränken und einem kleinen Imbiss. Viele Braytois kommen zum wiederholten Mal nach Hemsbach, für die anderen ist es der erste Besuch in der Bergstraßengemeinde. Nach der Begrüßung strebten die Gastgeber und ihre alten oder neuen Bekannten nach Hause, denn für die drei Besuchstage hatte Geschäftsführer Walter Toewe mit seinem Vorstand ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

Die Begrüßung durch den Bürgermeister Die Kurpfälzer Alphornbläser

Die Begrüßung durch den Vorsitzenden des PSV's und Bürgermeister Volker Pauli fiel herzlich aus, war er doch froh, "dass die Gäste pünktlich und wohlbehalten Hemsbach erreicht haben und er mit Genugtuung feststellen kann, dass endlich ein 20 Jahre altes Versprechen eingelöst werden kann: das Rathaus ist saniert.

Erfreut zeigten sich Pauli und Eric Mugot, stellvertretender Bürgermeister von Bray und Vorsitzender des Comité de Jumelage, dass ein Drittel der mitgereisten Besucher Schüler sind. "Das lässt für die Zukunft hoffen, dass sich die Jugend für Europa und unsere Partnerschaft interessiert", waren sich Pauli und Mugot einig. Entsprechend war für die Jugendlichen ein Programm vorbereitet. Da alle französischen Schüler bei Hemsbacher Familien mit nahezu gleichaltrigen Kindern ein kurzzeitig neues Zuhause hatten, gab es für die jungen Gäste keine Langeweile.

Französiche Lieder auf dem Akkordeon Fachgerechtes zerlegen

Am Sonntag war Wiesensee angesagt: bei Wasser, Wiese und Volleyball fand jeder Jugendliche "sein Ding". Während die ersten Mutigen ins Wasser gingen oder sich einfach auf die Wiese zusammen setzten, um einander kennen zu lernen, spielten andere Volleyball. Vorher gab es bei den Gartenfreunden ein gemeinsames Mittagessen - Spanferkel und Brot, unterlegt mit verschiedenen frischen Salaten. Zum "Nachtisch" spielten die Kurpfälzer Alphornbläser auf ihren viereinhalb Meter langen Instrumenten bekannte und weniger bekannte Melodien - allesamt alphornspezifische Weisen, wie deren Leiter Jürgen Seidel erklärte. Die anschließende Kaffeezeit wurde untermalt mit Akkordeonmusik. Gisela Walther und ihr Enkel Markus gaben eine Probe ihres Könnens.

Eine gemeinsame Ansprache Ratespiele in zwei Sprachen Mit Gesten helfen - aber nicht vorsagen!
Finaler Chorgesang Der Raum mit der schönsten Aussicht- das Trauungszimmer  

Am Pfingstmontag gab es wiederum eine "altersgerechte" Trennung. Während die "gestandenen" Besucher durch das sanierte Rathaus geführt wurden und sich später im gegenüber liegenden Biergarten zu einem Austausch der Erinnerungen und Gespräche zusammen setzten, erwartete die Jugendlichen ein sportlicher Vormittag. In der Indoor -Superkart - Halle am Wiesensee standen Anfängerkarts bereit, mit denen die über 50 Jungen und Mädchen fahren konnten. Die Karts, fünfeinhalb PS stark, waren im wahrsten Sinne "der Renner". Nach einer Einweisung ging es gruppenweise auf die über 500 Meter lange Betonpiste. "Ein Erlebnis", wie die jungen Fahrer immer wieder betonten. Zur Betreuung der Jugend konnte der Partnerschaftsverein den Hemsbacher Studenten Tilman Wolf, die Abiturientin Alena Hahn vom Bergstraßengymnasium und deren Freundin Marie Cahuzac aus Toulouse gewinnen.

Sachgerechte Einweisung ins Kartfahren Renngerechte Einkleidung In den Karts auf der Piste
Karts in Fahrt Zum Abschied - Takata Takata  

Marie und Alena hatten sich vor über zwei Jahren bei einem deutsch-französischen Jugendtreffen kennen gelernt und verbringen seitdem die Ferien zusammen. Marie ist derzeit als Praktikantin beim deutsch-französischen Institut in Ludwigsburg beschäftigt. Unterstützt wurde der Rennleiter an der Piste durch Renate Beikert, Lehrerin am Hemsbacher Gymnasium, die Verhaltensregeln beim Fahren und die Technik der Fahrzeuge den zukünftigen Kartfahrern ins Französische übersetzte.

Am Nachmittag war es wieder soweit. Es hieß Abschied nehmen. Da wurden noch einmal Erinnerungsfotos gemacht, Adressen ausgetauscht, gute Reisewünsche ausgesprochen und die Gäste bedankten sich bei ihren Gastgebern. Ein Wiedersehen im nächsten Jahr mit den Freunden ist für Anfang Juni in Bray vorgesehen.

Text : B.Nakoinz, Bilder: B.Nakoinz, G.Maibauer

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