
Im Jahr 1992 unterzeichneten 179 Saaten auf einer Konferenz in Rio ein „Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert“ – die so genannte Agenda 21. In dem mehrere hundert Seiten umfassenden Dokument werden Handlungsmaßnahmen beschrieben, die zu einer globalen nachhaltigen Entwicklung beitragen sollen. Die 40 Kapitel enthalten unter anderem Instrumente für die Bereiche Klima- und Energiepolitik, Armutsbekämpfung sowie Bevölkerungs- und Landwirtschaftspolitik. Die Ziele können in diesen Politikfeldern nur dann erreicht werden, wenn auch vor Ort, auf der regionalen und lokalen Ebene eine nachhaltige Entwicklung verfolgt wird.
Daher fordert Kapitel28 der Agenda von Rio ausdrücklich eine weltweite Beteiligung der Kommunen: Jede Kommunalverwaltung soll in einen Dialog mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft eintreten und eine kommunale (lokale) Agenda 21 beschließen. Das bedeutet: Kommunen sind aufgerufen, ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen im Blick auf das Ziel der nachhaltigen Entwicklung zu ermitteln. Sie können sich Ziele setzen und ihren Weg mit Hilfe von Indikatoren zu den verschiedenen Problembereichen sichtbar machen.
In einem Nachhaltigkeitsbericht werden diese Indikatoren dokumentiert.
















