Dienst-E-Bike für Stadtverwaltung – Ladestation für alle: Stadt geht mit gutem Beispiel voran

Geschrieben von Heike Pressler am . Veröffentlicht in ISEK Presse & Berichte

E-Bikes sind auf der Überholspur – Elektrofahrräder gehören zu den zukunftsträchtigsten Alternativen im Innenstadtverkehr. Jürgen Wawer, Inhaber des Fahrradgeschäfts Krusch: „Die Verkaufszahlen sind explodiert. Galt das E-Bike zunächst als bequemes Fortbewegungsmittel der Generation 50 plus, sind es mittlerweile die 20- bis 30-Jährigen, die es wegen seiner Schnelligkeit schätzen.“

Den Trend zur zweiradgetriebenen Mobilität hat jetzt auch die Stadt Hemsbach erkannt und sich ein E-Bike für die Bediensteten angeschafft. Parallel zu dessen Jungfernfahrt wurde dann auch gleich die erste öffentliche Ladestation für Elektrofahrräder eingeweiht.

Beitrag zum Klimaschutz

„Wir gehen mit gutem Beispiel voran“, sieht Bürgermeister Jürgen Kirchner das städtische E-Bike als wichtigen Anreiz, das Thema Elektromobilität stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Vorteile liegen auf der Hand: „Wir leisten damit mehrere positive Beiträge: zur Reduzierung des Autoverkehrs, zum Klimaschutz, zur CO2-Einsparung und damit zu einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Mobilität“, betont der Rathauschef. Das E-Bike selbst stammt vom ortsansässigen Fahrradgeschäft Krusch, das kompetent beraten und gemeinsam mit der Stadtverwaltung das optimale Gefährt ausgewählt hat.

Mit der ebenfalls in Betrieb genommenen öffentlichen Ladestation wurde gleichzeitig die notwendige Infrastruktur für elektrisch betriebene Fahrräder geschaffen. Direkt hinter den beiden Fahrradständern sind in einer Säule drei Schließfächer mit jeweils zwei Stromdosen aufgebaut. Nach Münzeinwurf ist das Schließfach von außen abschließbar, der Schlüssel kann abgezogen werden. Das Fach selbst ist geräumig genug, dass auch zwei Fahrradhelme und ein Rucksack hineinpassen.

Idealer Standort

Die E-Bike-Ladestation ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Hemsbach und der Stadtwerke Weinheim GmbH, die die „Strom-Tankstelle“ zur Verfügung gestellt haben. Der Standort an der Ecke Hildastraße/Alleestraße sei ideal: „Touristen und Besucher haben hier in unmittelbarer Rathausnähe eine zentrale Anlaufstelle.“ Während der Akku-Ladezeit biete sich ein Rundgang durch die Altstadt an – oder eine Rast unter der schattigen Kastanie, wo auf Anregung der ISEK-Projektgruppe „Innerstädtisches Grün“ nun eine Sitzgelegenheit, umsäumt von neugepflanzten Eiben, zum Verweilen einlädt. Praktisch umgesetzt wurden sämtliche Maßnahmen inklusive Installation der Ladestation und der Fahrradständer von Mitarbeitern des Bauamts und des städtischen Bauhofs.

Betrieben wird das städtische E-Bike übrigens mit einem modernen Lithium-Akku, der mit 400 Ampere-Stunden eine relativ hohe Kapazität besitzt. Durchschnittlich kann ein E-Radler damit etwa 150 Kilometer unterwegs sein – „das ist natürlich auch abhängig von weiteren Faktoren, zum Beispiel Körpergewicht, Antrittsdruck, Landschaftsprofil, Wetterverhältnisse und der gewählten Geschwindigkeit“, erklärt Jürgen Wawer.

Beschilderung folgt

Da der Radtourismus boomt und in einer hügeligen Region wie der Bergstraße gerne E-Bikes genutzt werden, ist die erste öffentliche E-Bike-Ladestation am Rathaus ein komfortabler Service für sport- und energiebewusste Urlauber und Besucher Hemsbachs. Auf der Radwegroute Laudenbach–Weinheim wird an der Ecke Schlossgasse/Pumpwerkstraße bereits auf die E-Bike-Station am Rathaus hingewiesen. Weitere Beschilderungen und Informationstafeln für Radwanderer sind in Arbeit, so dass zukünftig garantiert ist, dass wirklich kein E-Biker mehr ohne geladenen Akku Hemsbach verlassen muss.