Völkerwanderung auf dem Blütenweg

Geschrieben von ILEK Bergstraße am . Veröffentlicht in Aktuelles

Rund 12.000 Menschen wanderten entlang der Bergstraße

Es war eine Punktlandung am ersten warmen Frühlingswochenende des Jahres: Das 3. Blütenwegfest entlang der Badischen Bergstraße am Sonntag glich bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von über 20 Grad einer Völkerwanderung. Schnell wurde klar: Das Blütenwegfest, das gleichsam eine große Präsentation der ILEK-Projekte zur Erhaltung der blühenden Landschaft darstellt, hat sich von Jahr zu Jahr gesteigert, die Projekte selbst stoßen bei der Bergstraßen-Bevölkerung auf großes Interesse.

Die Veranstalter der ILEK-Gruppen und die Organisatoren Roland Robra und Bernhard Ullrich vom ILEK-Regionalmanagement schätzten am Sonntagabend rund 12 000 Besucher – das waren noch einmal doppelt so viele wie im Vorjahr. Nach dem langen und kalten Winter lechzten die Menschen nach Sonne und Natur. 

Wer das Blütenwegfest besuchte, vergaß die garstigen Wochen des Winters rasch. Die Natur schien zu „explodieren“, fast glaubte man, die aufplatzenden Knospen hören zu können. Der Blütenweg machte seinem Namen alle Ehre. Und mit ihm die Akteure mit ihren Landschaftsprojekten – die meisten werden ehrenamtlich betreut. Rund zwei Dutzend Anlaufstellen fanden die Besucher auf der rund neun Kilometer langen Strecke zwischen dem nördlichen Weinheimer Stadtteil Sulzbach über Hemsbach zur Gemeinde Laudenbach, die an die hessische Grenze heranreicht. Stolze Gartenbesitzer, Erzeuger von heimischen Produkten, Hobby-Landschaftspfleger, Naturschützer und Landwirte, auch Kindergärten und private Gruppe zeigten, was sie jeweils zur Blühenden Bergstraße beitragen können.

Es gab Apfelsaft, deren Äpfel von den Bergstraßenwiesen stammten, Honig aus Waben, die man anschauen konnte, Ziegen- und Wildschweinbratwürste von Tieren, die auf den Wiesen der Bergstraßentäler schon gegrast und gebuddelt haben. Aber auch quicklebendige Schafe, Ziegen und sogar Auerrinder gehörten zu den vierbeinigen Akteuren des großen Naturerlebnisses Blütenweg. Eine ganze Reihe von früher verwilderten Grundstücken wurden in den ersten drei Jahren des ILEK-Projektes hergerichtet und werden nun bewirtschaftet: für Tierhaltung, Bienen, als Weinberge, Obstwiesen oder einfach nur als Garten-Grundstücke zur Wochenenderholung.

Robra und Ullrich, die das Projekt voranbringen, führten auch die Bürgermeister der am Projekt beteiligten Kommunen über die Strecke und erläuterten weitere Pläne und Ideen. Das ILEK-Projekt wird vor allem von Laudenbach, Hemsbach, Sulzbach, Weinheim, Hirschberg, Schriesheim und Dossenheim getragen. Die wandernden Rathauschefs waren sichtlich beeindruckt von den bereits sichtbaren Ergebnissen der Arbeit und natürlich von der großen Popularität des Blütenweges. „Das ist eine gute Tat für die Landschaft und eine Top-Werbung für die Wanderregion Bergstraße“, bescheinigte zum Beispiel Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard.

Für die ILEK-Akteure war das Blütenwegfest ein großes Lob für ihre Arbeit; die Menschen der Bergstraße stimmten mit den Füßen für das Projekt der Blühenden Bergstraße ab. Im nächsten Jahr wird es natürlich wieder en Blütenwegfest geben, diesmal auf dem südlichsten Abschnitt zwischen Schriesheim und Dossenheim.