„Galerie im Schloss“ ab 30.11.: „Kunst inklusiv“ - Pilgerhaus und Behindertenhilfe Bergstraße stellen aus

Geschrieben von Rainer J. Roth am . Veröffentlicht in Aktuelles

Nach der erfolgreichen Ausstellung „Von Tier und Mensch“ im Jahr 2014, öffnet die „Galerie im Schloss“ zum Abschluss des Ausstellungsjahres 2017 erneut ihre Pforten für „Gemälde von behinderten Menschen“. In Zusammenarbeit mit der Initiative „Kunst und Diakonie“ Lützelsachsen wird eine repräsentative Auswahl von Kunstwerken gezeigt, die durch die Malgruppe des Pilgerhauses Weinheim gemeinsam mit Künstlern der Behindertenhilfe Bergstraße in Bensheim bei den Kunstaktionstagen 2015, 2016 und 2017 entstanden sind.

Die Vernissage am Donnerstag, den 30. November 2017 ist gleichzeitig auch Auftakt für eine Ausstellungsreihe, die im zweijährigen Turnus, unter dem Serien-Titel „KUNST inklusiv - Gemälde von Menschen mit Behinderung“ die Kunstaktionstage im Pilgerhaus Weinheim begleiten wird. Für den Ideengeber Rainer J. Roth waren die Begegnungen mit den außergewöhnlichen Künstlerinnen und Künstlern bei den Mal-Workshops Grund genug, ihnen und ihren ebenso außergewöhnlichen Kunstwerken eine breite und regelmäßige Öffentlichkeit zu bieten. Und nichts lag für ihn näher als die Hemsbacher Galerie, die durch dieses Engagement die Kunstaktionstage und deren Grundidee, „mit Hilfe der Kunst und künstlerischem, kreativem Schaffen eine Brücke der Begegnung und der Verständigung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu bauen“, weiter unterstützen möchte.

Die aktuelle Ausstellung im Hemsbacher Rathaus präsentiert im 1. Obergeschoss Arbeiten, die im April dieses Jahres unter der Leitung des Weinheimer Malers und Installationskünstlers Horst Busse entstanden sind, der für seine Arbeiten mit Erdpigmenten, Steinen und Holz bekannt ist. Unter dem Motto "Die Erdfarben Weinheims" gestalteten die Teilnehmer ihre ganz persönlichen Kunstwerk mit Erde als Mal-Material und schufen mit den verschiedenen, von Busse in Weinheim und Umgebung gesammelten Erdsorten, reliefartige Bilder und Collagen.

Mit „Südamerikanischer Farbenpracht“, geht es kraftvoll, heiter und voller Farbigkeit mit Bildern vom Mal-Workshop des Jahres 2016 im 2. Obergeschoss weiter. Die betreuende Leutershausener Künstlerin Ina Zielinski, die mit Acrylfarben und Erdpigmenten auf Leinwand und Karton arbeitet, war beeindruckt von der figürlichen Darstellung und den wechselten Farbkompositionen, die zu unterschiedlichen Interpretationen anregen. Schließlich werden im 3. Obergeschoss die Ergebnisse von 2015 zum Thema „Der bewegte Raum“, unter der Leitung von Loraine Heil zu sehen sein. Die Weinheimer Künstlerin hatte das "Element Wasser" als Grundgedanken hierfür eingebracht. Pinsel wurden unbefangen eingetaucht., Farben gemischt, mit Spatel, Kämmen, Bürsten, Schwämmen und Fingern aufgetragen und schließlich mit "Kleine Hexe" und "Rumpelstilzchen" oder "Moritz" betitelt.

Zur Premiere am Donnerstag, den 30. November 2017 um 19.00 Uhr laden die Stadt Hemsbach und die Initiative „Kunst und Diakonie“ in den Gewölbekeller im Rathaus, Schlossgasse 41 herzlich ein. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Jürgen Kirchner wird Rainer J. Roth in die Ausstellung einführen. Uwe Gerbich-Demmer (Pilgerhaus) und Dr. Hans-Jochen Hüchting (Kunst und Diakone) stellen anschließend das gemeinsame Mal-Projekt und die anwesenden Künstlerinnen und Künstler vor, ehe die Bilderschau offiziell eröffnet wird. Bis zum 2. Januar 2018 sind die „Gemälde von behinderten Menschen“ zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.             rjr

Bild: Das Foto zeigt das Gemeinschaftswerk der Teilnehmer am 20. Kunstaktionstag vom April 2017, das auf diese Weise „Kunst als gelebte Inklusion“ verdeutlicht. (Foto: Rainer J. Roth, Hemsbach)