Linus Putut Pudyantoro, Chorleiter der Gruppe „Mia Patria“, plötzlich verstorben

Geschrieben von Monika Mohr-Waldschmidt am . Veröffentlicht in Aktuelles

Trauer bei den Sängerinnen und Sängern sowie Freunden und Familienangehörigen von Linus Putut Pudyantoro: Der Chorleiter der indonesischen Folkloregruppe „Mia Patria“ ist völlig überraschend in der Nacht vom 26. Oktober im Alter von nur 53 Jahren verstorben. Die Gruppe „Mia Patria“ war dank ihrer Landsmännin und Dirigentin Peny Bauer in den letzten Jahren häufig zu Besuch in der Region. Mehrere Reisen durch ganz Europa, zuletzt 2016, endeten in Sulzbach, Weinheim und Hemsbach.

Peny Bauers Chöre hatten dabei das Vergnügen und die Freude, nicht nur gemeinsam mit Pututs Chor auf der Bühne zu stehen, sondern auch einzelne Musikerinnen und Musiker durch Patenunterkünfte persönlich kennenzulernen. Daraus erwuchsen innige Freundschaften, und gerade die von Peny Bauer organisierten Gastfamilien wurden angesteckt von der Freundlichkeit und Herzlichkeit der Chormitglieder und deren Chorleiter.

Im letzten Jahr erfüllte sich für Linus Putut sicherlich ein Traum, als er mit seiner wunderbaren talentierten und stimmgewaltigen Gruppe bei Papst Franziskus persönlich eine Tanz-und Gesangsaufführung darbieten durfte. Wie schön, dass er und seine Gruppe dies noch zusammen erleben konnten – gewiss ein Höhepunkt seines musikalischen, aber auch seines persönlichen Lebens.

Doch nun ist dieser engagierte Musiker plötzlich und unerwartet verstorben. In seinen letzten Tagen war er dabei, Pläne für die nächste Tournee zu schmieden, um unsere Region im nächsten Jahr erneut zu besuchen, als er ohne Vorzeichen in der Nacht vom 26. Oktober 53-jährig abberufen wurde.

Linus Putut war ein warmherziger, lebensbejahender Mensch und ein Vollblutmusiker. Ihm gelang es, eine Gruppe aus unterschiedlichen jungen Menschen für die traditionelle indonesische Musik zu gewinnen und seine Begeisterung auf seinen Chor zu übertragen. Dabei verstand er es hervorragend, alle musikalischen Elemente, Einflüsse und Instrumente aus jeder Region, jeder Religion und jeder Kultur Indonesiens in einem Potpourri bunter und beeindruckender Tänze und Lieder zu arrangieren. Ein beeindruckendes Erlebnis für jeden, der ihn und seinen Chor einmal erleben durfte.

Umso betroffener und trauriger sind nun die Stimmen all jener, die ihn kannten und schätzten. Wie kein anderer verstand er es, Brücken zu schlagen zwischen Menschen und ihren Kulturen. Jeder, der ihn kannte, wird ihn nicht vergessen.