„Brückenplatz“ macht seinem Namen jetzt alle Ehre

Geschrieben von Heike Pressler am . Veröffentlicht in Aktuelles

Nomen est omen. Für Straßennamen gilt das besonders. Und dass Google Maps ihn als „Unnamed Road“ verzeichnet, passt auch ins Bild – bisher jedenfalls. Die Rede ist vom schmalen Verbindungsweg zwischen Schloss- und Bachgasse. Der wurde zwar gut und gerne genutzt, bestach aber nicht unbedingt durch seine Ansehnlichkeit. Das wird sich jetzt ändern. Der Eingang seitens der Schlossgasse ist in den letzten Wochen komplett umgestaltet und begrünt worden und lädt nun wahrlich zum Betreten ein – ein weiteres schönes Ergebnis erfolgreicher Teamarbeit, diesmal zwischen der ISEK-Projektgruppe „Innerstädtisches Grün“, dem Grünflächenamt und dem Bauhof.

Viel Grün
Dass ein so exponierter Platz nun endlich zu seinen Ehren kommt, dürfte viele Hemsbacherinnen und Hemsbacher erfreuen. Und in der Tat sorgt er mit einem für alle offenen Zugang, hell und lichtdurchflutet gelegen, mit geebneten und umpflasterten Wegen und viel gepflanztem Grün und Bunt jetzt für einen überaus angenehmen Anblick. Zudem wurde für die Hinterlassenschaften von Vierbeinern eine neue Hundetoilette angelegt.

Der „Volksmund“ nennt diesen Platz übrigens „Brückenplatz“, und das mag zum einen damit zusammenhängen, dass der sympathische kleine Fußweg fast direkt zum Rathaus führt. Diesen „Brückencharakter“ verdeutlicht aber noch mehr eine entsprechende Skulptur von Selina Schuster, die im Jahre 2011 im Rahmen des ersten Symposiums des Fördervereins KunstPlatz installiert wurde. Mehrere aufeinander gesetzte Sandsteine symbolisieren eine in mehrere Richtungen weisende – oder besser verbindende – Brücke.

Stätte der Begegnung
Und durchaus kann dieser Platz auch eine Stätte der Begegnung all jener, ob alt oder jung, werden, die ihn passieren oder dort verweilen möchten – was in Zukunft möglich sein wird, denn auch Bänke sollen dort aufgestellt werden. Nicht zu vergessen ist weiterhin, dass es sich beim „Brückenplatz“ um den traditionellen Standort des Partnerschaftsvereins während der Kerwe handelt – eines Vereins also, der die Verständigung und lebendige Beziehungen zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten fördert.

Last but not least schlägt der Platz auch noch eine Brücke in die Vergangenheit: Ehemals stand dort das Anwesen des Zimmerermeisters Fink, das Philipp Kronauer 1904 erwarb und im Nebengebäude eine Glaserei einrichtete – das traditionsbewusste Unternehmen, heute in der Gottlieb-Daimler-Straße angesiedelt, ist wohl jedem in Hemsbach und der Region ein Begriff.

Aufwertung der Altstadt
„Ich bin sehr froh, dass der Brückenplatz nun die Attraktivität gewonnen hat, die ihm zusteht, und unsere Altstadt damit ein weiteres großes Stück aufgewertet wird“, freut sich auch Bürgermeister Jürgen Kirchner. Dem Rathauschef war die Umgestaltung des Platzes stets ein Anliegen, und freilich hofft auch er darauf, dass der Platz pfleglich behandelt und sauber gehalten wird.

Alles in allem ist der Brückenplatz ein weiteres schönes Beispiel dafür, wie dank ehrenamtlichem Engagement und tatkräftigem Einsatz der Bauhofmitarbeiter binnen weniger Wochen aus einem unschönen Eck ein kleines Juwel werden kann. Wer ebenfalls kreativ und aktiv werden möchte, ist herzlich eingeladen, bei den ISEK-Sitzungen der Projektgruppe „Innerstädtisches Grün“ oder auch bei anderen Projektgruppen vorbeizuschauen. Die städtische ISEK-Koordinatorin Julia Rehl gibt gerne weitere Auskünfte unter Tel. (0 62 01) 707-29, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.